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Eine Reihe tödlicher Unfälle deutet inzwischen auf eine Krise bei Belaruskali hin

  • vor 18 Stunden
  • 1 Min. Lesezeit

Nach Angaben des offiziellen Telegram-Kanals von Belaruskali wurde im Bergwerk Nr. 2 der Steiger Dzmitry Piatrovich bei der Kontrolle von Strebabbauen durch einen Gebirgsschlag beziehungsweise einen Einsturz des Hangenden verletzt. Später erlag er im Krankenhaus seinen Verletzungen.



Allein in den vergangenen zwei Monaten sind in dem Unternehmen in Salihorsk bereits vier Menschen ums Leben gekommen, drei weitere wurden verletzt.



Pavel Sakalouski, früher einer der führenden Vertreter der Belarussischen Unabhängigen Gewerkschaft bei Belaruskali und heute Leiter der Vereinigung Salidarnast e.V., erklärte gegenüber Gazataby, dass die Serie tragischer Vorfälle inzwischen auf eine systemische Krise im Arbeits- und Gesundheitsschutz des Unternehmens hinweise:


„Meiner Ansicht nach hängt diese Entwicklung damit zusammen, dass die Behörden bei der Besetzung vieler Führungspositionen eher auf politische Loyalität als auf fachliche Qualifikation achten.

Was den jüngsten tödlichen Unfall betrifft, kann ich Folgendes vermuten. Es handelt sich um einen Steiger, und der Unfall ereignete sich, als er die Strebbaue kontrollierte.


Es gibt Bereiche alter Grubenbaue, in denen früher bereits Rohstoffe abgebaut wurden. Nach einiger Zeit entschied die Leitung von Belaruskali, dass dort noch weitere Vorkommen gewonnen werden könnten. In diesen Bereichen kommt es jedoch zu erheblichen Ablösungen am Hangenden und an den Grubenwänden, wodurch die Einsturzgefahr steigt.


Daher ist es möglich, dass der ums Leben gekommene Steiger gerade einen solchen Grubenbau kontrollierte.“


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