Aliaksandr Jaraschuk dankte dem ÖGB für internationale Solidarität
- 27. Apr.
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Am 20. April, dem vierten Jahrestag seiner Verhaftung, nahm der Vorsitzende des Belarussischen Kongresses Demokratischer Gewerkschaften (BKDP), Aliaksandr Jaraschuk, an der Sitzung des Bundesvorstandes des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB) teil. Während seines Besuchs in Österreich dankte er den österreichischen Kolleginnen und Kollegen für ihre Unterstützung und betonte, dass gerade die internationale Solidarität einer der Faktoren seiner Freilassung gewesen sei.

Jaraschuk erinnerte daran, dass er am 19. April 2022 gemeinsam mit anderen Vertreterinnen und Vertretern des BKDP festgenommen wurde – wegen seiner Teilnahme an friedlichen Protesten gegen die Wahlfälschungen und wegen seines Einsatzes für Arbeitnehmerrechte. Im Dezember 2022 wurde er zu vier Jahren Haft verurteilt. Im September 2025 wurde er freigelassen und ohne Dokumente zwangsweise nach Litauen ausgewiesen. Heute lebt er in Deutschland und setzt seine Arbeit für die Wiederherstellung der unabhängigen Gewerkschaftsbewegung in Belarus sowie für die Freilassung der inhaftierten Gewerkschaftsaktivistinnen und -aktivisten fort.
Nach den Worten von Aliaksandr Jaraschuk half ihm im Gefängnis das Bewusstsein, dass Gewerkschaften und Freundinnen und Freunde in anderen Ländern weiterhin für ihn kämpften. An die Vertreterinnen und Vertreter des ÖGB gewandt sagte er: „Ohne euch wäre ich heute nicht hier.“
Der Österreichische Gewerkschaftsbund hatte bereits im Herbst 2022 auf dem Kongress des Internationalen Gewerkschaftsbundes in Australien eine Solidaritätskampagne mit den belarussischen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern gestartet. Seitdem haben die österreichischen Gewerkschaften die Situation in Belarus konsequent thematisiert und politische wie gewerkschaftliche Kanäle genutzt, um Druck für die Freilassung der zu Unrecht Verurteilten auszuüben.

ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian betonte seinerseits, dass der Kampf für Demokratie und gewerkschaftliche Freiheiten nur auf internationaler Ebene möglich sei. Jaraschuk erinnerte daran, dass in Belarus noch immer 20 seiner Kolleginnen und Kollegen in Haft sitzen, einige von ihnen mit erschütternden Strafen von bis zu 16 Jahren. Er rief dazu auf, den internationalen Druck bis zu ihrer vollständigen Freilassung aufrechtzuerhalten.











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